Die Regnitz-Werkstätten bekommen gute Noten

veröffentlicht: Mai 2011

„Wenn Sie der gesamten Werkstatt eine Schulnote geben müssten: Wie würden Sie die Regnitz-Werkstätten bewerten?“ Auf diese Frage erreichten die Regnitz-Werkstätten im Durchschnitt eine Note 1,4.

Ende 2010 führten die Regnitz-Werkstätten eine Kundenzufriedenheitsbefragung durch. Der Sozialdienst der Werkstatt befragte hierzu sämtliche Mitglieder des Werkstattrates im Rahmen von Interviews. Die Befragung ergab unter anderem, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Angeboten der Werkstatt sehr zufrieden sind. Außerdem bestätigten alle Befragten, dass sie sowohl mit dem Angebot an Arbeiten als auch mit dem vielseitigen Angebot an Arbeitsbegleitenden Maßnahmen sehr zufrieden sind.

Der Werkstattrat und die Leitung der Regnitz-Werkstätten haben beschlossen, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zukünftig regelmäßig im Rahmen einer Befragung überprüfen zu lassen. Schließlich wissen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regnitz-Werkstätten selbst am Besten, worauf sie in der Werkstatt Wert legen und welche Neuerungen sie sich wünschen.

Peter Pfann (Leiter Begleitender Dienst)

Zufriedenheit kann man auch sehen

Zufrieden am neuen Arbeitsplatz - Wieder erfolgreich Vermittelt

veröffentlicht: Mai 2011

„Herzlichen Glückwunsch Patricia Dasch!“, so lautete es am 24. Februar bei der offiziellen Verabschiedung in den Regnitz-Werkstätten. Von ihren Arbeitskollegen, Gruppenleitern und den Teilnehmern ihrer Schulungsgruppe wurde die 24-jährige zu Ihrem mutigen Schritt beglückwünscht. Zum 1. März nahm Patricia Dasch ein festes Arbeitsverhältnis mit der Firma Tutogen Medical auf. Tutogen Medical GmbH aus Neunkirchen am Brand ist ein pharmazeutisch, medizintechnisches Unternehmen, das Transplantate für die Versorgung von Patienten entwickelt, herstellt und vertreibt. Patricia Dasch ist im Reinraum tätig und damit betraut, Versandverpackungen in verschiedenster Form unter hygienischen Bedingungen vorzubereiten.

Eine Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ist immer ein individueller Prozess, der einen langen Vorlauf und viel Erprobung benötigt. Patricia Dasch begann im Oktober 2008 in der internen Vermittlungsmaßnahme „Arbeit plus“. Nach internen Schulungen bei Frau Frau Freese erprobte sie ich in verschiedenen Praktika unter anderem auch im Einzelhandel. Hierbei stand ihr mit Thomas Wedel ein erfahrener Integrationsberater und Anleiter zur Seite und half vor Ort die Arbeitsbedingungen mit ihren Fähigkeiten abzugleichen. Nachdem ein Praktikum bei der Tutogen Medical so positiv für beide Seiten verlief, hat sich die Firma dazu entschlossen Patricia Dasch einen festen Arbeitsplatz anzubieten. Tutogen Medical hat mit ihr genau die passende Mitarbeiterin für die verantwortungsvolle Tätigkeit im Reinraum gefunden - ruhig, überlegt und gewissenhaft. Wir wünschen für die Zukunft alles Gute und werden Frau Dasch auch weiterhin zur Seite stehen.

Christian Schadinger (Geschäftsführer)

Oben:Patricia Dasch wurde von Celia Freese, Thomas Wedel und Christian Schadinger beglückwünscht. Auch die Eltern von Frau Dasch freuten sich über den Erfolg. Unten:Frau Dasch an Ihrem neuen Arbeitsplatz im Reinraum bei Tutogen Medical.

Regnitz-Werkstätten erhalten Großmaschine auf Spendenbasis

veröffentlicht: Mai 2011

Die Regnitz-Werkstätten zerteilt seit einigen Jahren großformatige Reste von Kunststoffplatten in kleinere, recycelbare Formate. Bei den Platten handelt es sich um Abfallprodukte aus dem medizintechnischen Gerätebau. Nach dem Zerteilen werden die Platten noch händisch von einer Schutzfolie befreit.

Im Januar 2011 konnte die Regnitz-Werkstätten von der Fa. Faurecia eine Tafelschere auf Spendenbasis erhalten. Dadurch ist es möglich, die bestehende Arbeit einfacher zu gestalten, so dass weitere Menschen mit Behinderung an die Arbeit herangeführt werden können.

Matthias Laue (Technischer Leiter)

Tim Roth und Holger Ketschkemeti (hi) arbeiten gerne an der neuen Schneidemaschine.

Es war einmal... Zivildienstleistende in den Werkstätten

veröffentlicht: Mai 2011

Aktuell verabschieden die Regnitz-Werkstätten ihre letzten Zivis. Bis ins letzte Jahr waren die 12 Zivi-Stellen in der Regel voll besetzt. Der Wegfall reißt eine große Lücke in die direkte Betreuung unserer Menschen mit Behinderung.

Die Zivis erfüllten unmittelbar Dienst am Menschen mit Behinderung: als Assistenten bei der Nahrungsaufnahme oder dem Toilettengang, als Helfer um die Arbeit vorzubereiten, als Fahrer und Begleitpersonen im Hohl- und Bringdienst und auch als Ansprechpartner bei täglichen Sorgen und Nöten. Auf dem Papier, waren Zivis nur als „Sahnehäubchen“ auf den Personalschlüssel gedacht. Aber alle, insbesondere auch unsere Kostenträger wussten immer, dass ohne die Zivis viele direkten Leistungen nicht möglich waren und sind. Der Entwicklung Rechung tragend, haben wir seit letztem Jahr unseren Fahrdienst umgebaut uns setzen verstärkt auf geringfügig Beschäftigte als Fahrer. Wir sind auch aktuell dabei neue Hilfskräfte für die Betreuung unserer Menschen mit Behinderung einzustellen. Trotzdem betrachten wir die Zukunft auch mit gewisser Sorge, da der Wegfall so vieler „zusätzlicher“ Betreuer nicht komplett aufgefangen werden kann.

Der Wegfall des Zivildienstes hat auch große gesellschaftliche Folgen. Die 450 jungen Männer, die seit 1961 bei uns als Zivi waren, haben diese besondere Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft getragen. Sie haben direkt erfahren, dass auch ein Leben mit Behinderung ein erfülltes, zufriedenes und fröhliches Leben sein kann. Unsere Zivis haben gelernt, das es viele Möglichkeiten gibt ein Leben zu leben und dass das Leben nicht in schwarz und weiß, nicht in lebenswert und lebensunwert unterteilt werden kann. Die Zivis haben gelernt, dass man mit respektvollem Umgang und partnerschaftlicher Zusammenarbeit auch weit kommen kann und nicht nur mit den Ellenbogen unserer Leistungsgesellschaft. Diese Erfahrungen haben sie auch an ihre Angehörigen und Freunde weitergegeben. Die meisten jungen Männer hätten ohne Zivildienst niemals einen Fuß in die Lebenswelt von Menschen mit Behinderung gesetzt. Gerade dieser Perspektivenwechsel war sowohl für die Menschen mit Behinderung , aber auch für die Zivis der größte Gewinn der Zivi-Jahre. Der Zivildienst war ein wichtiger Bestandteil des sozialen Kitts, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Der Verlust dieses Erfahrungsfeldes ist für unser Gemeinwesen nur schwer zu ersetzen.

Christian Schadinger (Geschäftsführer)

 

Aktuell-Seite vom Januar 2011

Aktuell-Seite vom November 2010

Aktuell-Seite vom Mai 2010

Aktuell-Seite vom Januar 2010

Aktuell-Seite vom Juni 2009

Aktuell-Seite vom Januar 2009

Aktuell-Seite vom September 2008

Aktuell-Seite vom Mai 2008

Aktuell-Seite vom Januar 2008

Philipp Hörauf und Andreas Willwohl, zwei der letzten Zivis, werden von den Mitarbeitern verabschiedet, die sie nur ungerne ziehen lassen.