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Die Regnitz-Werkstätten haben den Auftrag, Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen. Manchmal aber gerät die sogenannte „Werkstattfähigkeit“ in Gefahr – wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in psychische Krisen geraten oder wegen starker Verhaltensauffälligkeiten in ihrer bisherigen Arbeitsgruppe bzw. dem Berufsbildungsbereich nicht mehr ausreichend betreut werden können. Mit einer Erweiterung unseres Angebotes möchten wir präventiv Arbeiten um einem verhaltensbedingten Verlust des Arbeitsplatzes oder auch einem sonst nötigen Wechsel in die Förderstätte vorzubeugen.
Schon seit zwei Jahren arbeitet die Werkstatt darum am Aufbau einer sogenannten „Stabilisierungsgruppe“, um die Teilhabe der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Werkstattalltag zu sichern. Die erfolgreiche Pionierarbeit in den beengten Räumen der Montagegruppe 2 erhielt zum 1. November bessere Rahmenbedingungen: In den Räumen der ehemaligen Hausmeisterwohnung entstand ein Montagebereich mit mehr Rückzugsmöglichkeiten. In dieser – offiziell mit „Montage 8“ bezeichneten – Gruppe arbeiten nun zwei pädagogische Fachkräfte mit maximal 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Es werden anspruchsvolle und leichtere Arbeiten angeboten, so dass auf die individuelle Leistungsfähigkeit eingegangen werden kann. Im Fokus stehen jedoch stets das soziale Miteinander und die Persönlichkeitsstabilisierung, die Grundlage für eine Teilhabe am Arbeitsleben sind. Denn nichts ist schöner, als einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin nach einiger Zeit und begleiteten Praktika (wieder) in den bisherigen Arbeitsbereich gehen lassen zu können!
Heike Zitzelsberger (Sozialdienst)
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