Regnitz-Werkstätten übernehmen Kantine im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

veröffentlicht: Dezember 2011

„Habemus Cantinum – die unerfreuliche Zeit ohne Kantine ist vorbei“, begrüßte Vizepräsident Dr. Markus Schick mit launigen Worten die vielen Gäste im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Mitarbeitenden des Amtes sowie Vertreterinnen und Vertreter der Lebenshilfe waren gekommen, um an der Wiedereröffnung der Kantine teilzunehmen. Einige Monate lang gab es keinen Pächter. Nun hat sie nicht irgendein Caterer übernommen, sondern die Küche der Regnitz-Werkstätten. Dazu Schick: „Es steht uns gut an, zum Thema Inklusion unseren Beitrag zu leisten und mit gutem Beispiel voranzugehen.“ Schön, dass die Lebenshilfe hier nun sichtbar und „essbar“ sei.

„Wir freuen uns sehr auf die Arbeit“, sagen Mathias Breuer und Richard Weiß stolz. Die beiden Männer mit Behinderung gehören zum Küchenteam an der Seite von Manuela Boco und Ricarda Kube. Auch Lebenshilfe-Vorsitzender Thomas Hofmann und Werkstatt-Geschäftsführer Christian Schadinger betonten: „Wir sind stolz, Sie hier bekochen zu dürfen. Behinderte Menschen gehören in die Mitte der Gesellschaft und es sei ein großer Erfolg, wenn sie eine Chance auf einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt bekommen.“

Natürlich gab es zur Eröffnung auch gleich ein gutes Essen, spendiert von den Regnitz-Werkstätten. Hier hatten Matthias Breuer und Richard Weiß ihren ersten Einsatz, der gut gelungen ist.

Lebenshilfe-Vorsitzender Thomas Hofmann, Vizepräsident des LGL Dr. Markus Schick und Werkstatt-Geschäftsführer Christian Schadinger (2. v. links) mit dem Küchenteam und weiteren Vertretern des LGL

Regnitz-Werkstätten erweitern Gartengruppe

veröffentlicht: Dezember 2011

Nachdem die sich Auftragslage im Bereich der Gartengruppe stetig steigerte und sich immer mehr Mitarbeiter für die Garten- und Landschaftspflege interessierten, wurde im Jahr 2010 eine 2. Gartengruppe gegründet. Hierzu wurde eine zusätzlichen Gartenfachkraft für die Gartengruppe eingestellt, so dass nun auch die Vertretungssituation verbessert werden konnte. Blickt man auf das vergangene und auch das laufende Jahr zurück so kann festgestellt werden, dass die Gründung einer 2. Gruppe ein richtiger Schritt war. Die beiden Gruppen, die sowohl gemeinsam, als auch getrennt Baumaßnahmen ausführen, sind sehr gut ausgelastet. Nachdem die Anlaufphase abgeschlossen ist und sich der Entschluss bewährt hat, wurde nun auch ein zweites Pritschenfahrzeug angeschafft.

Matthias Laue (Technischer Leiter)

Bei unserer Truppe freut sich jede Pflanze auf den nächsten Schnitt.

Klaus Herzog hat gut lachen - erfolgreich vermittelt

veröffentlicht: Dezember 2011

Kaum zwei Monate nach der letzten erfolgreichen Vermittlung konnten wir wieder einen Mitarbeiter aus den Regnitz-Werkstätten erfolgreich auf dem Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleiten. Herr Herzog hat seit Mai ein tariflich bezahltes, unbefristetes Arbeitsverhältnis als Helfer im technischen Hausdienst in der Boxdorfer Werkstatt angetreten. Seit Februar 2009 war er Teilnehmer in der Maßnahme „Arbeit Plus“ und nahm an der internen Schulung „Training sozialer Kompetenzen“ teil. Neben der Teilnahme an der Qualifizierung hat sich Klaus Herzog in mehreren Praktika in verschiedenen Arbeitsfeldern versucht. Dabei sammelte er eigene wertvolle Erfahrungen, wodurch ihm seine Fähigkeiten und Interessen noch bewusster wurden. Während der Praktika wurde Klaus Herzog intensiv durch unseren Integrationskoordinator Thomas Wedel begleitet. Nur durch diese individuelle Vorbereitung und Begleitung konnte der richtige Arbeitsplatz für ihn gefunden werden. Wir wünschen Herrn Herzog alles Gute und freuen uns gemeinsam mit ihm über seinen und unseren Erfolg.

Celia Freese (Arbeit Plus)

Klaus Herzog hat gut lachen. Seine ehemaligen Kollegen mit Gruppenleiter Jörg  Meineke und der Geschäftsführer Christian Schadinger freuen sich mit Ihm über den Erfolg.

Regnitz-Werkstätten eröffnen neue Arbeitsgruppe

veröffentlicht: Dezember 2011

Die Regnitz-Werkstätten haben den Auftrag, Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen. Manchmal aber gerät die sogenannte „Werkstattfähigkeit“ in Gefahr – wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in psychische Krisen geraten oder wegen starker Verhaltensauffälligkeiten in ihrer bisherigen Arbeitsgruppe bzw. dem Berufsbildungsbereich nicht mehr ausreichend betreut werden können. Mit einer Erweiterung unseres Angebotes möchten wir präventiv Arbeiten um einem verhaltensbedingten Verlust des Arbeitsplatzes oder auch einem sonst nötigen Wechsel in die Förderstätte vorzubeugen.

Schon seit zwei Jahren arbeitet die Werkstatt darum am Aufbau einer sogenannten „Stabilisierungsgruppe“, um die Teilhabe der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Werkstattalltag zu sichern. Die erfolgreiche Pionierarbeit in den beengten Räumen der Montagegruppe 2 erhielt zum 1. November bessere Rahmenbedingungen: In den Räumen der ehemaligen Hausmeisterwohnung entstand ein Montagebereich mit mehr Rückzugsmöglichkeiten. In dieser – offiziell mit „Montage 8“ bezeichneten – Gruppe arbeiten nun zwei pädagogische Fachkräfte mit maximal 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Es werden anspruchsvolle und leichtere Arbeiten angeboten, so dass auf die individuelle Leistungsfähigkeit eingegangen werden kann. Im Fokus stehen jedoch stets das soziale Miteinander und die Persönlichkeitsstabilisierung, die Grundlage für eine Teilhabe am Arbeitsleben sind. Denn nichts ist schöner, als einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin nach einiger Zeit und begleiteten Praktika (wieder) in den bisherigen Arbeitsbereich gehen lassen zu können!

Heike Zitzelsberger (Sozialdienst)

 

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Noch fehlen ein paar Möbel.  Dies hindert die beiden Gruppenleiter Carina Oehm und Marco Trzewik nicht daran, die Arbeit mit der neuen Gruppe engagiert aufzunehmen!